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Walter
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« Antworten #105 am: Februar 08, 2010, 06:33:21 » |
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Wieder mal die ominösen Zahlen zu Existenzminimum und Armutsgrenze..
Damit eine 4-köpfige Familie über die Runden kommt, benötigt sie laut Gewerkschaften 2367 TL. Die absolute Armutsgrenze für dieselbe Familie betraegt 893 TL.
İm Vergleich zum Vormat wurde diese Grenze um 13 TL angehoben. Begründung starke Preissteigerungen.
Dazu gab es gestern eine Reportage im Milliyet zum Thema: Wie kommt es, dass ein Stück Fleisch vom Einstandspreis 7 Dollar/kg auf 180 Dollar/Kilo explodiert? Es ging dabei um bestimmte Preise in so genannten Spitzenrestaurants..
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Walter
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« Antworten #106 am: Februar 08, 2010, 13:48:36 » |
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Dem türkischen Finanzamt soll es nun möglich sein, Steuerschulden direkt vom Bankkonto des Schuldners abzubuchen...  Man stelle sich vor, die Doğan Gruppe hat plötzlich 4 Mia TL weniger auf dem Konto..  Tritt dann die Bank als Geldeintreiber auf?? 
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okyanus-christian
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Beiträge: 98
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« Antworten #107 am: Februar 08, 2010, 18:37:01 » |
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Hallo,
in D bucht das Finanzamt auch regelmäßig anfallende Beträge auf Basis Vorjahr oder Schätzung (Quartal) ab, das ist absolut üblich.
Die Bank ist nur ausführendes Organ und hat keinen Einfluß auf die Richtigkeit der geforderten Beträge.
Hat mit Eintreibung seitens Bank nichts zu tun.
LG
Christian
edit: Bank ist eher abführendes Organ !
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« Letzte Änderung: Februar 08, 2010, 19:24:46 von okyanus-christian »
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okyanus-christian
Jr. Member
 
Beiträge: 98
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« Antworten #108 am: Februar 08, 2010, 20:07:37 » |
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Hallo, "Preise in so genannten Spitzenrestaurants" wer sich was besonders gönnen möchte, wird es sich auch vielleicht leisten. @ Walter: in Deiner Heimat zahlt man in einem guten Hotel bei Übernachtung für ein Frühstück schon gute 45 CHF / 30,- € extra, da kann jetzt jeder selber überlegen, was er wirklich braucht: z.B. Brot, Brötchen / Croissants, Toast, Butter, Konfitüre, Schinken, Käse, Salami, Lachs, Ei in div. Variationen Kaffee, Saft, Milch, Tee (div. Sorten), Müsli, Obst, Joghurt, ... wahrscheinlich auch englisches Frühstück ... und ein nettes Lächeln des Personals, vielleicht habe ich noch was vergessen ? 30,- Euro p.P.  Wer Spaß daran hat, wird mit dem Preis kein Problem haben.
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« Letzte Änderung: Februar 08, 2010, 20:13:57 von okyanus-christian »
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Jade
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« Antworten #109 am: Februar 08, 2010, 22:47:37 » |
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Walter meinte wohl das Kreditinstitut als Geldeintreiber und ein Gläubigerwechsel würde stattfinden, sollten die Steuerschulden höher als das Guthaben des Steuerschuldners sein und die Bank die Lastschrift tatsächlich auch einlösen. Müsste sie es denn? Ich meine nein, sondern eben nur im Rahmen des Kreditrahmens, ansonsten geht die Lastschrift wieder an der Gläubiger zurück. So in Deutschland. Oder kann sich das türkische Finanzamt einfach an den Konten bedienen, auch wenn kein Guthaben verzeichnet wird?
Grüße von Jade, die dem deutschen Finanzamt übrigens noch nie eine Einzugsermächtigung erteilt hat sondern immer selbst überweist
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Walter
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« Antworten #110 am: Februar 09, 2010, 05:57:05 » |
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Hallo Jade
Das ist ja der Witz an der Sache. Die meisten Konten der Türken sind Schuld-Konten... Das Finanzamt hat nun dank einer neuen Regelung im Prinzip Zugriff auf die Steuerschuldnekonten, ob die Schuldner das wollen oder nicht.
Wenn dann auf besagten Konten was zu finden ist, kann das Fianzamt abbuche un der Konto,nhaber erfaehrt dies erst im Nachhinein.
Nur: Was macht das Finanzamt, wenn da kein positiver Saldo drauf ist.. Wir dann die Bank zum Kreditgeber und der Steuerschuldner erfaehrt dies auch im Nachhinein?
So gesehen besteht schon ein Unterschied zu Europa, denke ich...
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Walter
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« Antworten #111 am: Februar 09, 2010, 06:03:05 » |
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Na, wenn es sich um ein Brunch-Buffet inkl Champagner handelt, weisst du, so 3 Stunden Magen vollschlagen, dann ist es vielleicht den Preis wert Aber ich denke nur schon die Preise für das Frühstücksbuffet von İbis für 15 Franken sind mehr als satt. Dann ist mir auch gleich wieder mal bewusst worden, wie viele Schweizer in der Gastronomie taetig sind.
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wil
Mod
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« Antworten #112 am: Februar 09, 2010, 07:10:54 » |
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Die 13 TL werden wohl kaum als Ausgleich reichen !
Zu dem Artikel der Milliyet .
Wo bitte gibt es in der Türkei Fleisch zu Einstandspreis von 7 Dollar pro KG zu kaufen ?
Falls der Erzeugerpreis oder Grosshandelspreis gemeint ist , wer bitte regt sich über Spitzenrestaurant auf - muus niemand hin und werden die meisten Leser auch nicht hingehen ?
Lebensnaeher waere , wenn die Zeitung fragt , weshalb das Fleisch beim Metzger das 2- 3 fache der 7 Dollar kostet .
Zum Frühstück , ich buch fast nie Frühstück im Hotel - teuer und meist nicht prickelnd ..
Lieber raus und in ein Cafe !
gruss wil
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Ina
Mod
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« Antworten #113 am: Februar 09, 2010, 11:30:36 » |
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Heute berichtet Milliyet, dass die Türkei weltweit die teuersten Fleischpreise hätte. Ursache wären Spekulationen am Fleischmarkt und nicht allein der Rückgang der Tierproduktion. Die Fleischpreise seien in wenigen Monaten um 60 % gestiegen, die Anzahl der Tiere aber nur von 25 Mio auf 24,5 Mio also um 1,8 % gesunken. Das könnte höchsten einen Preisanstieg von bis zu 10 % ausmachen. Die Verbraucher werden aufgerufen, sich beim Kauf von Fleisch zurückzuhalten und damit die Spekulationspreise zu boykottieren. Bohnen, Linsen und ähnliche Produkte (bakliyat) wären ja schließlich auch sehr sättigend: " In letzter Zeit läuft aus einem Kilo Fleisch etwa ein halber Liter Wasser ab, dagegen können Sie (die Verbraucher) mit einem halben Kilo bakliyat und einem halben Liter Wasser einer vierköpfigen Familie für 2 Tage Essen geben", behauptet der Direktor einer Nahrungsmittelfabrik. Ob der Mann schon mal Essen zubereitet hat???  Ina
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okyanus-christian
Jr. Member
 
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« Antworten #114 am: Februar 10, 2010, 21:53:54 » |
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Hallo Ina, gibt es vielleicht auch eine Analyse, wo in der Vermarktungskette welche Profite erzielt werden ? Sind es die Erzeuger, Zerleger/Großhändler oder die Verkäufer/Metzger im Einzelhandel ? Metro Alanya bietet aktuell Hähnchenbollen für 4,69 /kg oder Hähnchenfilet zu 7,29 /kg. Das sieht doch soo teuer gar nicht aus oder irre ich mich ? OK, bei Rindfleisch sieht es anders aus, aber Fisch aus Zucht ist nochwievor günstig. Schönen Abend Christian @ Walter: wahrscheinlich braucht die Türkei ebenso Gastarbeiter für Jobs, die Einheimische zu gegebenen Umständen (Mindestlohn) nicht machen würden. Da würde die Wirtschaft sicherlich enorm profitieren ! Tourismus-SPA-Tipp: http://www.victoria-jungfrau.ch/desktopdefault.aspx/tabid-515/1084_read-6978
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« Letzte Änderung: Februar 10, 2010, 22:14:43 von okyanus-christian »
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Ina
Mod
Sr. Member

Beiträge: 969
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« Antworten #115 am: Februar 10, 2010, 22:18:32 » |
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Hallo Christian,
bei Fleischpreisen sind hier die Preise für "rotes Fleisch" also vom Rind, Schaf oder Ziege gemeint. Geflügel wird als "weißes Fleisch" bezeichnet und Fisch ist sowieso etwas anderes.
Wir haben hier in Kemer eine Fleischerei, die alles aus einer Hand macht, also Tiere aufzieht aber auch ankauft, selbst schlachtet, zerlegt und verkauft. Die Qualität ist meistens gut aber die Preise sind genauso hoch wie bei den Fleischereien in den Lebensmittelketten Migros oder Tansas.
Auf Analysen von irgendwas hoffen wir hier weiterhin vergeblich (egal ob Fleisch oder Tourismus).
Ina
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Walter
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« Antworten #116 am: Februar 11, 2010, 05:27:53 » |
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@christian Ja, das mit den Arbeitskraeften: Zum einen wird argumentiert, der Lohn mache über 40% der Gesamtkosten aus, zum andern sind die Mindestlöhne, die bezahlt werden, vor allem in der Saisonhotellerie für einen Schweizer schlichtweg nicht Kosten deckend, wenn man alles zusammenrechnet. Das verlinkte arbeitet auf höchstem Preisniveau ja. Da sind es sicherlich Angebot und Nachfrage, welche den Preis regulieren.
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Walter
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« Antworten #117 am: Februar 11, 2010, 05:44:05 » |
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Heute ist zu lesen, wie hoch die Gesmatverschuldung der Gemeinden in der Türkei ist. Allerdings stammen die Zahlen aus dem Jahre 2008: Mahalli İdareler Genel Müdürlüğünün 2008 yılı faaliyet raporuna göre, mahalli idarelerin 21 milyar 666 milyon 121 bin TL`si iç, 4 milyar 797 milyon 98 bin TL`si ise dış borç olmak üzere toplam 26 milyar 463 milyon 219 bin TL borcu bulunuyor. 21 Milliarden 666 Mio İnlandschulden sowie 4 Milliarden 787 Mio Auslandschulden. Total 26 Mia. 219 Mio TL. (Gibt es vergleichbare Zahlen aus Deutschland?  )
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Walter
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« Antworten #118 am: Februar 11, 2010, 07:13:33 » |
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Neben Griechenland ist ja auch Spanien eines der grossen Sorgenkinder der EU, was wirtschaftliche Stabilitaet angeht. Vielleicht müsste auch die türkischen Ökonomen sehr genau auf dieses Land schauen, denn es gibt mehr Parallelen als Unterschiede zur Türkei: Jahrelang hatte das Land von einem beispiellosen und von Spekulanten angeheizten Bauboom profitiert. Jetzt verkommen halbfertige Siedlungen zu Geisterstädten, und die Arbeitslosigkeit wächst auf immer neue Rekorde. Vier Millionen Menschen haben mittlerweile keinen Job mehr, mehr als 20 Prozent. Spanien, das wohl grösste Risiko für den Euro
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wil
Mod
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Beiträge: 2219
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« Antworten #119 am: Februar 11, 2010, 10:52:02 » |
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Hallo Christian , Du schreibst von den Preisen der Metro in Alanya . Auch in Istanbul sind die Preise in der Metro günstiger , als im normalen Supermarkt , aber man kann dort nicht als Privatmann einkaufen , sondern nur mit spezieller Berechtigung ( Haendler etc ). Kann man in Alyana einfach so bei Metro einkaufen? Ina schrieb schon , rotes Fleisch ist extrem teuer geworden , Haehnchen geht noch , aber jeden Tag Kikeriki essen .......... Zu : "@ Walter: wahrscheinlich braucht die Türkei ebenso Gastarbeiter für Jobs, die Einheimische zu gegebenen Umständen (Mindestlohn) nicht machen würden. Da würde die Wirtschaft sicherlich enorm profitieren !" Hier in Istanbul gibt es viele dieser Gastarbeiter . Die meisten arbeiten illegal . Besonders beliebt auf Bau und in der privaten Pflege sind übrigens Bulgaren ( tja die sind in der EU ,kommen aber in Türkei zur Arbeit ....) - sie gelten als besonders fleissig und da es in Bulgarien türkisch staemmige Bewohner gibt , haelt sich Sprachproblem in Grenzen . Ob die chinesischen Köche in den wie Pilze aus den Boden schiessenden Chinarestaurants und Asia Restaurants hier in Istanbul alle legal arbeiten ........ Und , wenn mal eine Razzia in privaten Schulen bzw Englisch Kursen in Istanbul stattfinden würde ...........  dann gaebe es Notstand an Englisch Lehrern aus UK und USA . Es gibt viele aus USA und UK , die hier für Appel und Ei sich als Lehrer versuchen . Und dann gibt es in Laleli und Aksaray auch noch junge Damen aus der ehemaligen SU , welche auch teilweise unter Mindestlohn ...........  Grüsse aus Istanbul wil
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