Ein Beitrag zur Veraenderung in der Altersstruktur der türkischen Gesellschaft:
Tayyip Erdogan, türkischer Ministerpräsident und strenggläubiger Moslem, geht mit gutem Beispiel voran: Er ist Vater von vier Kindern und hätte gern noch mehr: "Ich wollte fünf, besser noch: sechs Kinder - aber bei vier musste ich aufhören", bekennt der Premier.
Für seinen unerfüllten Wunsch nach noch mehr Kindern gibt es einen Grund: Die Türkei, in früheren Jahrzehnten bekannt für ihr rasantes Bevölkerungswachstum und von manchen Europäern deswegen gefürchtet, ist ein rapide alterndes Land. Noch ist jeder zweite Türke jünger als 28 Jahre. Doch das Bevölkerungswachstum hat sich erheblich verlangsamt: Noch in den 1970er Jahren bekam eine türkische Ehefrau durchschnittlich fünf Kinder, inzwischen ist die Geburtenrate auf 2,2 zurückgegangen.
Rund 68 Millionen Menschen leben derzeit in der Türkei. Noch vor kurzem glaubten führende türkische Politiker, bis 2050 könnten es 100 Millionen werden. Dass das nicht klappen dürfte, musste jetzt Familienministerin Nimet Cubukcu einräumen.
Weiter in der Südwest-PresseJa, damit kommen dann auch all die Probleme, welche wir aus dem "reichen" Westen kennen. Bei uns beispielsweise raufen sich die Leute die Haare, nachdem sie festgestellt haben, dass sie bis zum Alter von mindestens 55 Jahren, teilweise bis 60 arbeiten müssen.
Das veraendert ihre Lebensperspektive fundamental und zwar zum Schlechten..., aus ihrer Sicht.